Bei warmem Motor und min. ca. 90% Gas rutscht die Kupplung ab ca. 1700-1800 Touren um ca. 200 Touren bis die Motordrehzahl auf 2200 gestiegen ist. Dann packt die Kupplung wieder sauber, die Motordrehzahl sinkt auf ca. 2000 Touren. Aufgrund der nötigen ca. 90% Gas passiert das aktuell nur, wenn ich es will und irgendwas bremst, entweder volle Beladung oder ein voller Hänger - im Alltag ist die schwächelnde Kupplung aktuell also noch kein Thema.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich die Kupplung noch vor dem Winter tauschen soll. Über den Winter rechne ich mit 10-15tkm, davon 1-6tkm mit 750kg Hänger mit Plane. Im Fall der höheren Fahrstrecken ist eine Tour nach Deutschland drin, wo dann für jeweils 1000km quasi nicht gekuppelt wird. Die mittlere Fahrstrecke liegt bei ca. 100km dauerhaft im fünften Gang mit nicht viel mehr als Halbgas. Die größte Belastung für die Kupplung tritt wohl vor meiner eigenen Haustüre auf - bergauf rückwärts einparken mit Hänger.
Was sagen eure Glaskugeln, hält die Kupplung das über den Winter noch aus, ohne dass das Schwungrad Schaden nimmt, oder sollte ich die Kupplung besser sofort tauschen?
Über den Winter möchte ich einen Kupplungstausch eher vermeiden, weil die Werkstatt unbeheizt ist und schrauben bei -20 bis -40 Grad irgendwie uncool ist. Letzten Winter ist mir z.B. bei einer Auspufftauschaktion das Kabel von der Flex abgebrochen...
Dann zur praktischen Umsetzung:
Im groben müssen Vorderachsträger, Antriebswellen und Getriebe raus, welche Teile muss/sollte ich dann abgesehen von Kupplung, Korb und Ausrücklager noch tauschen?
Brauche ich irgendwelches Spezialwerkzeug? Werkstatt mit Hebebühne und ordentlicher Werkzeuggrundausstattung (und Haynes) sind vorhanden.
Gibt's irgendwelche Peugeot-Spezialitäten, die zu beachten sind? Bisher hab ich tiefergreifend nur an Ford und VW geschraubt.
Mein Blechhaufen ist ein 406 Break 2.0 HDi von 05/2000 mit aktuell ca. 210tkm auf der Uhr. Ob das ZMS schonmal getauscht wurde ist mir nicht bekannt.