Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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johorn
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Beitrag
von johorn » Sa 27.11.10 10:31
Hallo
ich habe zwar hier schon viele ähnliche Probleme wie meins gefunden, aber nie genau dasselbe. Deshalb hier ein echt kniffeliges Problem mit der Bitte um Hilfe. Ich war schon bei 2 Peugeot-Werkstätten, aber die waren bisher auch ratlos.
Ich habe einen 307SW mit 2 Liter HDi-Motor 107PS, Baujahr 2002, 180.000 km gelaufen.
Problembeschreibung
- Motor hat kaum Leistung
- Ruckelt beim Fahren
- Läßt sich ohne Gang auch nur bis ca. 2300 U/min drehen, dannach geht es stufenweise höher, dabei starke Rauchentwicklung (weiß)
Problem tritt nur auf
- bei Außentemperaturen unter ca. 10°C, darüber vom Start an normales Motorverhalten, bedeutet von April bis September ist alles normal
- bei Kühlwassertemperatur unter ca. 65°C (lt. CockpitAnzeige), dannach normales Motorverhalten
- bei Motordrehzahl zwischen Leerlauf und 3200 U/min, darüber normales Motorverhalten
durchgeführte Reparaturen zu diesem Fehler
1. Luftverteiler (03006A) und obere Luftdosiervorrichtung (0345A4) getauscht
2. untere Luftdosiervorrichtung (0345A4) getauscht
3. Luftmassenmesser (LMM) getauscht
(LMM war defekt, 2 von 3 Widerstandsplättchen fehlten)
Keine der Reparaturen hat eine Verbesserung herbeigeführt.
Außerdem habe ich alle Wartungen machen lassen, also Luftfilter ist getauscht, Dieselpartikelfilter wurde bei 165.000km getauscht, hat alles nichts geändert
Problem kann abgestellt werden durch:
- Stecker vom LMM abziehen (normales Fahren vom Start an möglich, keine Fehlermeldung im Cockpit)
- Blockieren untere Luftdosiervorrichtung (normales Fahren vom Start an möglich, keine Fehlermeldung im Cockpit)
Das ist alles was ich bisher rausgefunden habe. Ich hoffe jemand kann damit mehr anfangen als die Werkstätten und ich...
Danke schonmal!
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Aron
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Beitrag
von Aron » Sa 27.11.10 16:05
Moin,
hmm, die div. Klappen wurden gewechselt, aber auch die Magnetventile?
Schau mal zu der oberen Dreosselklappeneinheit, also die neben der Motorabdeckung. Dort mal den dünnen Steuerschlauch ab ziehen und mit nem Schraubenkopf verschließen.
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johorn
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Beitrag
von johorn » Sa 27.11.10 19:42
Magnetventile wurden wahrscheinlich nicht gewechselt. Stehen zumindest nicht auf der Rechnung.
Danke für den Tipp mit der Drosselklappe, probiere ich morgen früh mal aus.
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johorn
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von johorn » So 28.11.10 12:46
Moin Aron
ich habe deinen Tipp mit der Klappe gerade mal umgesetzt. Bei -5°C gestartet und von Anfang an normales Fahrverhalten! Bin allerdings nur einmal um den Block gefahren. Heute nachmittag probiere ich mal ein Stück Autobahn und das Verhalten bei warmem Motor.
Aber danke schonmal für deine Hilfe! Das war ein sehr wertvoller Hinweis.
Die Frage ist nun: was sagt mir das? Was ist denn jetzt kaputt? Die Klappe ist ja jetzt permanent offen, oder? D.h. das Ventil schließt die Klappe zu weit?
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von Sonntagsfahrer » So 28.11.10 12:58
Genau wie Aron hätte ich das auch gemacht.
hab das bei nem anderem 307 mit dem selben motor schon gemacht, läuft seit 3 jahren einwandfrei.
Hauptsache der Schlauch ist richtig verschlossen und zieht keine falschluft ins Sythem.
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Beitrag
von Aron » Mo 29.11.10 17:50
johorn hat geschrieben:
Die Frage ist nun: was sagt mir das? Was ist denn jetzt kaputt? Die Klappe ist ja jetzt permanent offen, oder? D.h. das Ventil schließt die Klappe zu weit?
Moin,
der Motor hat bei aklten Aussentemperaturen die Strategie das er wie bei der FAP Regeneration bei Teillast den Ladeluftkühler umgeht, in dem Fall soll der Motor so schneller auf Betriebstemperatur kommen, in Deinem Fall würde ich darauf tippen das die Umgehungsklappe (die extrem verbaute ganz hinten am Motor) nimmer öffnet. Also die Vordere Klappe wird geschlossen und wenn die hintere jetzt nicht geöffnet werden kann stirbt der Motor regelrecht ab.
Wenn Du magst kann ich Dir mal raussuchen welches Ventil für welche Funktion zuständig ist, so kann man prüfen ob das Vakuum aufgebaut wird und mit ner Schlauchverlängerung feststellen ob eine Leitung undicht ist (Marderbiss, nicht angeschlossen usw). Im ungünstigsten Fall wurde bei dem Motor mal das ZMS gewechselt und das Zeuch danach sogar falsch angeschlossen, kein Scherz, aber sowas habe ich sogar schonmal bei ner Peugeot Fachwerkstatt erlebt.

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johorn
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von johorn » Mo 29.11.10 22:51
Moin, das wäre natürlich eine einleuchtende Erklärung. Ich vermute, dass diese sehr verbaute Klappe zuletzt in der Peugeot-Werkstatt getauscht wurde, aber vom Zustand der Ventile vorne unten am Motorblock, zu denen die Unterdruckleitungen führen, würde ich mal sagen, dass nur eins davon neu(er) ist. Wäre ja vielleicht möglich, dass die Klappe zwar theoretisch funktioniert, aber wie du sagst, die Leitung durch Marder o.ä. defekt ist.
Also, wenn du da Belegungsinfos hast, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mir was zur Verfügung stellen könntest. Würde meiner Werkstatt auch durchaus eine Verwechslung der Leitungen zutrauen;-)