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Turbolader defekt Ursache

Verfasst: Mi 23.09.09 22:17
von Trax32
Hallo zusammen,

mein neuer Turbolader (4 Monate alt) hat sich neulich verabschiedet.

Bin jetzt schwer auf der Suche nach der Ursache, da ja grds. Gewährleistung für das Teil besteht, es sei denn es lag kein Sachmangel bei Übergabe vor.

Laut "unabhänigen Gutachter" vom Lieferanten ist der Turbo durch Fremdkörper im Abgasstrom vom Motor zerlegt worden.

Motor ist aber laut meinem Mechaniker in Ordnung, also Kompression ok und Motor verliert keine Metallteile in den Abgasstrom.

Am defekten Turbo hat sich die Wellenmutter gelöst und lag vor der Turbine beim Ausbauen.

Das Lösen der Wellenmutter sei aber laut "unabhänigen Gutachter" nur Folge und nicht Ursache des Schadens.

Meine Frage ist nun, ist es grds. unmöglich, dass sich die Wellenmutter auf Grund schlechter Verarbeitung löst und den Turbo zerlegt?


Vielen Dank und
Lg
Benny

Re: Turbolader defekt Ursache

Verfasst: Do 24.09.09 11:13
von Maverick78
Kleiner Tip, nimm die nen Anwalt, das ist definitiv ein Gewährleistungsfall. Innerhalb der ersten 6 Monate wird generell angenommen das ein Sachmangel bei Gefahrenübergang vorlag. Die Beweislast liegt dann beim Händler bzw Hersteller. Das "unabhängige" Gutachten einfach anzweifeln und auf Befangenheit plädieren, also einfach Anzweifeln das der Gutachter unabhänig ist. Diese Diagnose für ein 4 Monate altes Teil ist schon sehr wage, woher sollen denn bitte die Fremdkörper kommen?

Re: Turbolader defekt Ursache

Verfasst: Do 24.09.09 22:52
von Trax32
Danke für den Tip,

aber bei der Vermutung auf die Sie hingewiesen haben, begünstigt mich die Vermutung des § 476 BGB nur, wenn wenn die Vermutung mit der Art des Mangels oder der Sache vereinbar ist.

Bin selber Jurist, hab aber leider nicht viel Ahnung von Turboladern...

Meine Frage geht also mehr in die Richtung, ob es grds. möglich ist, dass eine Wellenmutter sich löst oder generell ausgeschlossen ist.


Trotzdem vielen Dank
LG

Re: Turbolader defekt Ursache

Verfasst: Do 24.09.09 23:16
von Aron
Moin,

beim HDi 110 ist der Turbolader recht unauffällig, einziges, er hat arge Probleme mit dem Motoröl. Der Motor ist ja quasi noch der einzige mit 20000er Intervall gewesen. Er mag auch nicht wenn er nicht richtig warm und kalt gefahren wird. Aus diesen ganzen Gründen ist von Peugeot auch ausdrücklich verboten das Motoröl abzusaugen, es darf nur im heißen Zustand über die Ablassschraube abgelassen werden, sodass die Altölmenge im Motor gering bleibt.

War das ein unabhängiger Gutachter oder vielleicht ein firmeninterner der sonst z.b. in der Logistig tätig ist und das Ding mal kurz angeguckt hat?

Peugeot z.B. will bei solchen Vorfällen unter anderem Problen vom Motoröl usw haben, inwiefern da privat bei gebrauchtkauf was nachzuweißen ist bleibt fraglich. Wenn das erste halbe Jahr der Verkäuferseitigen Beweisslast verstrichen ist und die Wartungen nicht bei ihn gemacht ist sehe ich besonders in diesem Punkt mit dem Bekannten Problem gang ganz schlechte Karten.
gonzo1981 hat geschrieben: wenn der turbovariabel ist, dann wird er mit unterdruck angesteuert.
Auch Wastegatelader haben bei den seit ca 15 jahren größtenteil ein elektropneumatisch gesteuertes Ladedruckregelsystem.