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Korossionsschutz vor und nach schweißen.
Verfasst: Mi 25.03.09 16:20
von 205_JETI
Hallo,
hab mal ne ganz simple Frage :-)
Bin ja dabei meine Schweller zu ersetzen und diverse kleinere Roststellen auszubessern.
Frage eins: Punktschweißen der Außenschweller. Welchen Korossionsschutz sollte ich vor und nach dem punktschweißen auftragen. vielleicht habt ihr ne Empfehlung.
Alu-Zink Spray?
Frage zwei: An kleineren Roststellen: Rost wegschleifen und was drüber vor dem Lackauftrag.
Gebt doch mal eure Erfahrung wieder. Gruß
Alex
Re: Korossionsschutz vor und nach schweißen.
Verfasst: Mi 25.03.09 19:49
von Vollgastauglich
da kommts drauf an, wie du den schweller schweissen willst - wie´s bei uns so schö heisst, RP, oder SG ... also widerstandspunktschweissen, oder schutzgas - lochpunkten?
beim widerstands-punkten, würd ich auf - entweder zinkstaubfarbe, oder sogar auf richtige punktschweissgrundierung (würd ich bevorzugen) zurückgreifen... punktschweissfarbe hat den vorteil, nochmal hitzebeständiger zu sein, als "normale" zinkstaubfarbe. angeblich brennt diese dann im kern des punktes nicht ab, sondern verflüssigt sich durch die hitze, und legt sich praktisch im ring um den punkt. so wurde es mir beigebracht ...
solltest du lochpunkten wollen, dann würd ich fast eher auf ne normale standard rostschutzgrundierung aus der spraydose zurückgreifen (für zwischen die bleche). im bereich des schweisspunktes und minimum im radius von nem zentimeter brennst du da eh alles weg, was nur annähernd rostschützend wirkt.
danach für die blanken bleche - aussen - würd ich einen 2K grundierfüller verwenden, der gut aushärtet und dadurch nicht so weich vom blech wieder abzuschieben geht, wie ein 1K produkt - was bringt dir ein neues, schön lackiertes blech, wenn du beim aufstecken des türdichtgummis den neuen lack vom weichen grundierungsmaterial runterreisst...
entrostete stellen ... da kommts drauf an, wie gut sauber die sind ... hast du sie gesandstrahlt, würd ich den spaß verzinnen und ebenfalls mit 2k grund rangehen... sind sie "bloß" mit der drahtbürste - welcher forma auch immer - behandelt und es blieben sichtbare narben zurück, kannst du zu 99% davon ausgehen, dass es wieder kommt ... da wäre eine option, den schadbereich mit hartlot zu "vermessingen" - das hab ich selber noch nicht ausprobiert, wurde mir aber von meinem spengler-vorgänger so überliefert, dass dieser weg der dauerhafteste wäre ... danach wie gehabt 2k ...
meine meinung ...
gruß martin
Re: Korossionsschutz vor und nach schweißen.
Verfasst: Mi 25.03.09 20:04
von 205_JETI
Hi, danke schonmal für die Antworten.
Es gibt also eine spezielle Punktschweißgrundierung. Das wird genau das richtige sein. Wo krieg ich den sowas her. gibts da bekannte Hersteller? Werde die Schweller mit ner Punktschweißzange einsetzen.
Wenn ich die Grundierung aufgetragen hab und geschweisst habe, was sollte ich dann noch darüber auftragen vor dem Lack?
Gruß und Dank,
Alex
Re: Korossionsschutz vor und nach schweißen.
Verfasst: Mi 25.03.09 20:10
von Vollgastauglich
punktschweissfarbe gibts z.b. von technolith ...
also zum verständnis nochmal .... die pampe nur zwischen den blechen verwenden! dann hast du, weil du ja widerstandspunkten willst - jeweils die aussenflächen, also das, auf das du deine zange setzt, blank...
hier würde ich mit ner csd scheibe nach dem punkten nochmal rübergehen, dass die verfärbungen aus dem blech weg sind. dann 2k grundierfüller, den schleifen, danach lack - und ggf. klarlack - das sollte absolut reichen!
wenn du noch spachtelstellen hast sieht das wieder anders aus ...
da scheiden sich die geister - entweder erst grundieren und dann spachteln (was ich persönlich für unfug halte), oder erst spachteln, dann spritzspachteln, dann dickschicht-füller, dann grundierfüller, dann lack....
Re: Korossionsschutz vor und nach schweißen.
Verfasst: Mi 25.03.09 21:05
von obelix
Vollgastauglich hat geschrieben:...wenn du noch spachtelstellen hast sieht das wieder anders aus ...
da scheiden sich die geister - entweder erst grundieren und dann spachteln (was ich persönlich für unfug halte), oder erst spachteln, dann spritzspachteln, dann dickschicht-füller, dann grundierfüller, dann lack....
schönes thema:-)))
da wird es wohl ebensoviele ansichten wie lösunsgansätze geben*gg*
letztendlich wird immer irgendwo ein kompromiss entstehen.
ich habs an meinem alten aircooler so gemacht:
die neuen bleche sauber angepasst auch die späteren schweisspunktlöcher schon gesetzt, dann mit 2k-acryl-grundierung nach völligem blankschleifen der ansatzstellen mit dem pinsel fett grundiert und mit 2k-acryl-lack gestrichen (ich rede hier natürlich von der innenseite der schweller, an die man nachher nimmer recht rankommt). nachdem das alles trocken war hab ich die bleche im bereich der schweisstellen wieder blank gemacht. dann sauber eingeschweisst und mit viel verrenken und langen pinseln wieder von innen richtig tüchtig eingeschmiert, erst mit grundierun, dann mit farbe, alles mit ohne härter, das dauert ewig bis es trocknet gibt aber ne schöne schicht, die auch bewegungen mitmacht.
ich habe die schweller mit einer inspektionsöffnung versehen, da habe ich nach ewigen zeiten mal reingeschaut, da sah es innnen noch so aus wie am tag nach der fertigstellung:-9
ich hab auch mal die vorderachse gemacht, die hab ich mit 2k-kunstharz-lkw-lack ohne härter gestrichen, das hat nach einem halben jahr noch fingerabdrücke angenommen.-))) aber nach der montage hat ned mal der einsatz auf feldwegen steinschläge hinterlassen...
sowas rechnet sich natürlich im kommerziellen betrieb ned, schon alleine wegen der langwierigen vorbereitungszeiten, im hobbybereich rechnet man da anders.
gruss
obelix