Beitrag
von mariob » Fr 15.04.11 23:47
Stimmt nicht ganz - man kann die die Einstellschrauben komplett lösen und dann die Kipphebelwelle seitwärts aus den Lagerböcken schieben. Wir haben sogar schonmal eine Nocke gewechselt, ohne den Motor auszubauen oder den Kopf zu lösen - wirklich schneller ging das aber auch kaum. (Motor muss extrem gekippt werden und man kommt dann wenige mm am Kotflügel vorbei)
Ich habe mir aus einem Stück Vierkant und einer drastisch verbogenen Schweißelektrode ein Spezialwerkzeug zum Ausbau der Ventilfedern ohne Demontage des Kopfes gebaut. Abgesehen davon, daß der Einsatz nicht ungefährlich ist, benötigt man ggf. noch einen Druckluftanschluss fürs Kerzengewinde. (ich wollte nur die Federn tauschen und habe die entsprechenden Kolben auf OT gedreht - da kann man sich auch beim Einsatz des Werkzeugs leicht anlehnen - und nein, ist nicht gefählich - Kolben und Ventil begegnen sich auch beim Herunterschalten gelegentlich)
Unterm Strich ist die Demontage des Kopfes der einfachere Weg und reißt abgesehen von den <50Eu für Kopfdichtung und Schrauben auch kein riesieges Loch in den Geldbeutel. Wenn man es nicht gerade das 1. Mal macht, ist der Kopf in einer halben Stunde runter, in 2h gereinigt und in 1-2h wieder drauf. Die Gelegenheit gleich Wasserpumpe und Zahnriemen zu wechseln, kann man abhängig von der Laufleistung der Teile in Erwägung ziehen.
Gruß, Mario
106 Sergio Taccini, 1124cm³, MS2/Extra 3.3.x, 150000km,

E85
Jet Force 125 EFI, 125cm³,

E85
106 Rallye, 1294cm³, 225000km,
