Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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polini70
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Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von polini70 » So 24.07.11 10:47

Gute Morgen.

Endlich bin ich mit meinem 2.0 Turbo Umbau fertig :) Hat sich echt ausgezahlt..

Nur ist leider ein Problem aufgetaucht: Bei warmem Motor stinken die Abgase dermassen, das man fast umfliegt.
Der Geruch ist einem Schwefel sehr ähnlich. Wenn man hinten zum Kofferraum geht, fangen einem die Augen an zu rinnen. Beim Einatmen sticht die Nase, wie wenn man an einem Salz- oder Essigsäure Gefäß schnuppert (ohne zu übertreiben).

Der Motor läuft sehr ruhig und hat auch ziemlich was an Leistung. Der Leerlaufsteller funktioniert und die Lambdasonde misst definitiv. Fehlercode wird auch keiner angezeigt.
Nur ist halt das Problem mit den Abgasen.

Katalysator (mit 63mm Anschlüssen) hab ich aus einem Xantia Turbodiesel verbaut, Mitteltopf ist aus irgend einem XM, aber auch ein Diesel.
Der Kat war innen zwar ziemlich Rußig, hab ich mit dem Kompressor aber ausgeblasen, so gut es ging.

Selbst wenn der Kat nicht funktionieren würde, dürfte der meiner meinung nach nicht so heftig stinken. Der Motor war vorher in einem 605er, wo kein Kat mehr drinnen war, da hat er aber gut gerochen.


Kennt dieses Problem wer, bzw wie kann ich das beheben?

Danke für eure Antworten ! ! !

LG David :)
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Re: Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von Peugeot309GTI-TD » So 24.07.11 11:17

Dein Problem wird der Kat sein, die chemischen Abläufe bei einem Dieselkat sind gänzlich anderst dem eines Benziners! Zudem glaub ich nicht das der 605 keinen Kat hatte,es sei denn jemand hat ihn ausgebaut

polini70
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Re: Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von polini70 » So 24.07.11 13:17

beim 605er war der kat rausgestochen, sprich es war nur der leere topf drinnen.

Das wird jetzt ein problem, einen Kat mit 63mm Anschluss zu finden, der beim 205er reinpasst.
Wo bekomme ich da was passendes her? :-o

Danke
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aloisius
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Re: Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von aloisius » So 24.07.11 19:50

hallo,

hoffe der link geht:

http://www.uni-fit.at/cgi-bin/baseporta ... e==E%20336

aber da steht auch DIESEL ODER BENZIN??!!

hast du den umbau typisiert? oder wird der noch typisiert?

mfg

aloisius

polini70
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Re: Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von polini70 » So 24.07.11 22:15

Hallo.

Der wird noch typisiert. Nur mit der Schwefelbombe brauche ich da nicht vorfahren ;)

Der Kat sieht gut aus. Aber das mit Benzin und Diesel kommt mir jetzt auch komisch vor...



Der vom GTI wäre perfekt, nur hat der halt die kleinen anschlüsse...
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Black205CTI
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Re: Abgas-"Probleme" bei 205 gti Turbo CT

Beitrag von Black205CTI » So 24.07.11 22:47

Ich hab mal "wikipediert" :idea:
Drei-Wege-Katalysator [Bearbeiten]

Bei einem Drei-Wege-Katalysator (auch G-Kat genannt) findet die Oxidation von CO und CmHn sowie die Reduktion von NOx parallel zueinander statt: Es werden CmHn mit O2 zu CO2 und H2O oxidiert, CO mit O2 zu CO2 oxidiert und NOx mit CO zu N2, O2 und CO2 reduziert.

\mathrm{2\ CO\ +\ O_2 \longrightarrow \ 2\ CO_2}

\mathrm{2\ C_2H_6\ +\ 7\ O_2 \longrightarrow \ 4\ CO_2\ + 6\ H_2O}

\mathrm{2\ NO +\ 2\ CO \longrightarrow \ N_2\ + 2\ CO_2}

Voraussetzung dafür ist ein konstant stöchiometrisches Kraftstoffverhältnis (λ = 1) von 14,7 Gramm Luft pro Gramm Superbenzin (Oktan 95) und 14,8 Gramm pro Gramm Normalbenzin (Oktan 91). Für Ethanol-Kraftstoff gilt zum Beispiel das Verhältnis 9:1. Schon eine geringe Abweichung in den mageren Bereich (λ > 1) bewirkt einen sprunghaften Anstieg der Stickoxidemission nach dem Katalysator, da zu wenig CO für die Reduktion vorhanden ist. Deshalb wird das Gemisch zwischen stöchiometrischem und leicht fettem Verhältnis geregelt. Der Drei-Wege-Katalysator kann nur bei Fahrzeugen mit Ottomotor und Lambdaregelung eingesetzt werden. Bei Diesel- und Magermix-Ottomotoren verhindert der Sauerstoffüberschuss im Abgas die Reduktion des NOx und macht spezielle Katalysatoren erforderlich (siehe NOx-Kat).
Dieselmotor [Bearbeiten]

Dieselmotoren verbrennen kein vorbereitetes Brennstoff-Luft-Gemisch. Der Brennstoff wird innermotorisch in die komprimierte Luft zugegeben. Die Verbrennung selbst verläuft nur lokal stöchiometrisch oder gar unter Sauerstoffmangel. Da der Brennstoff nicht gleichmäßig verteilt wird, führt die Verbrennung in Gänze zu einem hohen Luftüberschuss und damit zu λ > 1. Im Abgas sind daher hohe Sauerstoffkonzentrationen vorhanden. Somit ist die Reduktion von NOx wie beim Drei-Wege-Katalysator nicht möglich. CmHn- und CO-Emission können jedoch durch den Einsatz eines Oxidationskatalysators gemindert werden. Die Oxidationsreaktionen laufen hierbei gleich wie beim Drei-Wege-Katalysator ab. Aufgrund der deutlich niedrigeren Abgastemperaturen im Vergleich zum Ottomotor sind Diesel-Oxidationskatalysatoren oft nahe am Abgaskrümmer verbaut, der Washcoat enthält nur Platin und/oder Palladium.

Die NOx-Minimierung von Dieselmotoren kann zunächst durch innermotorische Maßnahmen, also die gezielte Beeinflussung der Verbrennung zum Beispiel durch teilweise Abgasrückführung, erfolgen. Dies ist jedoch nur in engen Grenzen möglich, da ansonsten die Ruß-Emission ansteigt und die Motorleistung sinkt. In Zukunft soll der vermehrte Einsatz von NOx-Speicherkatalysatoren oder SCR-Katalysatoren den NOx-Ausstoß von Dieselfahrzeugen senken.

Neuere Arbeiten beschäftigen sich mit der Verwendung von Perowskit in Fahrzeugkatalysatoren für Dieselmotoren, die mit Sauerstoffüberschuss betrieben werden, um ihren Wirkungsgrad zu verbessern.[3][4] Der im Abgas enthaltene Sauerstoff verhindert die Nutzung herkömmlicher Abgaskatalysatoren. Die Dotierung perowskithaltiger Katalysatoren mit Palladium erhöht die Beständigkeit gegen Vergiftung durch Schwefel.[5]
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeugkatalysator

Von daher denke ich schon, dass es an deinem Diesekat liegt.

Viele Grüße

Michael
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