HDI Rundlaufprobleme...

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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Aron
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HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von Aron » Mi 11.05.11 17:41

Moin,

ich hoffe einer von Euch hat mal etwas gehört oder dem ist in dieser Richtung etwas geläufig.

Grundsätzlich ists nen 2,0 RHS zur Zeit im Werkssetup (wegen der "Probleme").

Zur Geschichte.
-Es begann damit das Zylinder 3 bei Volllast unter 2000rpm auf +5mG/H korrigiert wurde, paar Monate vorher wechselte ich die Düsenköpfe. (Kompression perfekt, Partikelfilter in 650km etwa das doppelte gesammelt wie früher)
-Also Zylinderkopf runter und Kolben raus (beim 6 Gang Getriebeumbau), Laufbuchse i.o. Kolben/Kolbenringe perfekt.
-Problem der hohen Mengenkorrektur vermindert sich, jedoch bockt er manchmal, sprich nach dem Motorstart dreht er ab und zu mal auf 600-700rpm und stabilisiert sich nach paar Sekunden. Rundlauf im Standgas ist manchmal schlecht, sprich die Standgasdrehzahl wackelt am DZM um ca 100rpm und es fühlt sich an als wenn einzelne Einspritzungen ausfallen bzw einige viel zu hoch ausfallen (verschieden). Anfahren im Standgas ist kritisch, einige Verbrennungen scheinen einfach auszufallen, also anfahren, dann kurz wie Motor aus und dann gehts ganz normal weiter.

Motorklang ist normal, Verbrauch ist seit dem Motorzusammenbau etwa um 1,0L angestiegen, Probleme mehren sich... Kontakt/Elektrikproblem?

Keine Fehlereinträge, Mengenkorrektur im Stand unter 0,3mg/H, Dieselhochdruck liegt immer im Soll, mitm Oszi erzeugen auch alle 3 Pumpenelemente den gleichen Druck (gemessen am Raildrucksensor). Luftmasse bei Volllast @2000rpm bei 1000mg/H, bei 4000 bei 900mg/H, also perfekt. Diverse Klappen wie AGR, Umgehungsklappe usw sind mechanisch ausser Funktion und somit auszuschließen.

In welche Richtung soll ich weiter suchen?

Ich weiß nicht ob das Absicht ist aber wenn ich bei 30 in den 6. Gang schalte, also 400-500rpm drauf habe regelt Injektor 1 und 4 auf +5mg hoch und 2+3 um 5 zurück, manchmal ist es genau umgedreht... das scheint evt softwaremässig so vorgesehen zu sein?

Hülfäääh. :traurig:

systray
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Re: HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von systray » Mo 16.05.11 23:26

Tja, was soll man sagen? Wer soll schon auf deine Frage antworten können, wenn du es selbst schon nicht kannst? :gruebel:

sys

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Re: HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von Real » Di 17.05.11 08:38

hallo Aron,

ich muss immer schmunzeln, wenn du hier nach Hilfe rufst.

Ich gehe mal davon aus, dass du eh schon alle moeglichen Sensorwerte gecheckt hast.

Bist du dir sicher, dass du keinen Bock geschossen hast, als du die Injektoren zerlegt hattest? Immerhin sollten solche
Arbeiten in Reinstraeumen durchgefuehrt werden. Wie waere es die Injektoren auszubauen und diese beim Boschdienst
im Pruefstand checken zu lassen? Dann kannst du zumindest diese Fehlerquelle ausschliessen.

Zu den Kontaktproblemen:
Wenn du eh schon mit nem DSO hantierst, wirst du wohl auch in der Lage sein, Kontaktproblem zu finden IMHO.

Gruss

Real

Aron
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Re: HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von Aron » Mi 18.05.11 19:48

Real hat geschrieben: Ich gehe mal davon aus, dass du eh schon alle moeglichen Sensorwerte gecheckt hast.

Bist du dir sicher, dass du keinen Bock geschossen hast, als du die Injektoren zerlegt hattest? Immerhin sollten solche
Arbeiten in Reinstraeumen durchgefuehrt werden. Wie waere es die Injektoren auszubauen und diese beim Boschdienst
im Pruefstand checken zu lassen? Dann kannst du zumindest diese Fehlerquelle ausschliessen.

Zu den Kontaktproblemen:
Wenn du eh schon mit nem DSO hantierst, wirst du wohl auch in der Lage sein, Kontaktproblem zu finden IMHO.
Was ich noch vergessen hatte, einen Quertausch der Injektoren habe ich schon durchgeführt. Das komische ist jedoch das Injektor 2 und 3 den wenigsten Strom bekommen, warum das bei Halbleitern passieren kann ist fraglich, genau gemessen habe ich nicht, halt nur mitm Oszi und nem Shunt und da habe ich am Inj 3 eben nur ca 70% Strom.

Eigentlich sollte die ganze Geschichte den Strom regeln, ich werde wohl mal im MSGR probieren die Shunts etwas umzuändern und gucke ob der dann den Strom hoch schraubt, evt sind mit 350000km auch die Ladekondensatoren etwas faul geworden und das STGR kompensiert nicht den fehlenden Rufstrom bzw nutzt den Shunt nur als Diagnose.

Das kuriose ist eben auch, manche Tage läuft er absolut einwandfrei und heute bei 24°C Kühlmittel ist der nach der Arbeit angesprungen wie wenn bei -20°C 2 Glühkerzen padd sind, Druck sofort voll da.

So reinst ist der Reinstraum übrigens nicht, der Hydraulikraum bei den Bosch Diensten ist sauber, aber nicht rein, geht schon los wenn man die Injektoren in der Hand hällt und dann die Düsen anfässt, ich habe die alte Düse demontiert, Hände gewaschen und mitm Lichtspiegel die Superplanfläche auf Sauberkeit geprüft, das dürften wohl ordentliche Verhältnisse sein, zumal kleinste Verunreinigungen lassen diese Planfläche undicht werden und die Inis sind untenrum furztrocken. :lach:

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Problem behoben

Beitrag von Aron » So 26.06.11 15:10

Moin,

das ganze Problem habe ich nach längerer Suche dann doch noch gefunden...

Ich hatte ja vor paar Jahren schonmal ein Problem "übereinstimmung Gaspedal 2. Bahn". Mit einem neuen Fahrtregler war der Fehler wiedermal aufgetaucht.

Nun machte ich etwas am Motorsteuergerät rum und siehe da, Neustart, Drehzahl geht auf 2000rpm rauf --> Notlauf --> "Fehler Gaspedal 2. Bahn". Schon arg komisch, hatte auch 15% Gaspedalstellung angezeigt obwohls eben nicht gedrückt war.

So, jetzt mal etwas in der Geschichte zurück, irgendwann 2003 oder 2004 war mein Stecker am ESP Steuergerät abgesoffen, es wurde auf Garantie ein neues Steuergerät und ein neuer Kabelbaum eingebaut, an diesem Teilkabelbaum hängt auch der Motorsteuergerätestecker, welcher zum Innenraum geht. Diese Stecker sind am Kabel mit Silikon vergossen, welches irgendwie recht weich und bröcklig ist. Genau solche Silikonteilchen klebten an den Pins am Motorsteuergerät, aber nur an dem einen Stecker des später gewechselten Kabelbaums. Diese breitgemachten Silikonteilchen waren an dem einen Pin des Gaspedals am schlimmsten, also etwas abgewischt, ausgeblasen, Kontakte etwas zur Seite gebogen (für mehr Spannung im lockeren Franzosenstecker) und siehe da, der Bock läuft wieder ganz normal. Ich kann in Standgas zum Anfahren die Kupplung wieder richtig schnell kommen lassen ohne Angst zu haben das er aus geht, Verbrauch ist runter gegangen und Ruckeln gänzlich weg.

Fazit, Silikon am Stecker lässt das MSGR in ganz garstigen Kennfeldbereichen arbeiten bzw springen ohne das die Kiste was anzeigen muss.

Real
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Re: HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von Real » So 26.06.11 15:41

moin,

aufgeben ist wohl keine Option für dich :D

Ich hab mal ein wenig gegoogelt und hab Silikon sowohl als elektr. Leiter als auch als Nichtleiter gefunden. Kannst du das Silikon
mal ohmsch durchmessen?

Gruss

Real

Aron
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Re: HDI Rundlaufprobleme...

Beitrag von Aron » So 26.06.11 17:55

Real hat geschrieben: aufgeben ist wohl keine Option für dich :D

Ich hab mal ein wenig gegoogelt und hab Silikon sowohl als elektr. Leiter als auch als Nichtleiter gefunden. Kannst du das Silikon
mal ohmsch durchmessen?
Aufgeben nie, solange die Naturwissenschaft nur den Hauch einer Chance zulässt muss man der Sache nachgehen.

Das Silikon sollte hochohmig sein, Messen kann ich zur Zeit nicht, da ich hier nur bis mehrere Megaohm messen kann, Isolationswiderstand usw habe ich in meiner neuen Bleibe noch nicht, bzw die Technik. Aber generell sollte das Zeug denke ich mal isolieren, da das hinter den Federn an den Durchführungen vergossen ist, sonst hätte man ja durch abgehaltene Feuchtigkeit aussen am Stecker Übergangswiderstände.

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