Spiegel Artikel über den Peugeot 206

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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arfe
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Spiegel Artikel über den Peugeot 206

Beitrag von arfe » So 26.06.11 11:07

Peugeot 206 aus zweiter Hand

Der ist nicht ganz dicht


Der Peugeot 206 trat 1998 die Nachfolge des legendären 205 an. Offenbar fiel die Umstellung nicht ganz leicht, denn die ersten Baujahre gelten als nicht besonders zuverlässig. Erst ab 2003 attestiert der ADAC dem Kleinwagen "deutlich pannensicherer" zu sein.

Berlin - Der Peugeot 205 wurde zur Rallyesport-Legende. Allein, weil er in der PS-potenten Gruppe B mitmischte, war er berüchtigt - und in der Straßenversion ein Verkaufsschlager. Ein wesentlich blasseres Image sollte seinem Nachfolger 206 beschieden sein, obwohl der Kleinwagen den 205 im Jahr 1998 als der in Deutschland meistverkaufte Peugeot ablöste. Nur bei den Mitarbeitern des ADAC-Pannendienstes drängte sich der neue Topseller ins Bewusstsein: Anfangs rief sie der Franzose regelmäßig auf den Plan.

Besonders die Modelle der ersten Serie hatten oft Probleme mit der Elektrik. Durchgebrannte Sicherungen und defekte Relais waren die Folge. Gelegentlich traten auch Defekte an der Zylinderkopfdichtung auf, was teure Reparaturen nach sich zog. In Internet-Foren beklagen einige 206-Besitzer auch einen feuchten Innenraum des Autos. Weil die Dichtung zwischen Antenne und Karosserie häufig kaputt gehen kann, dringt Wasser von außen in den Wagen. Ebenso kann es bei Cabrio unangenehme Überraschungen geben. Schwache Gelenke, undichte Hydraulikzylinder und Elektrikprobleme können dazu führen, dass das Verdeck nicht richtig schließt.

Außerdem hat der ADAC eine ganze Reihe an Mängeln gelistet: Bei den Benzinern bis 1999 setzte nicht selten der ganze Motor aus oder der Leerlaufsteller war defekt. Bis 2003 gaben Einspritzventile und Kraftstoffpumpen den Geist auf. Auspuffanlagen brachen. die Diesel-Versionen fielen bis 2003 wegen Störungen im Motormanagement auf oder - wie viele Benziner - auch wegen ausgehängter Schaltgestänge.

Probleme auch beim TÜV

Die Summe dieser und andere Mängel wie etwa Rost, bleibt nicht ohne Folgen. Beim TÜV wird dem 206 überdurchschnittlich oft die Plakette verweigert. Meist wegen Kleinigkeiten, doch ärgerlich und Image schädigend war es allemal. Erst ab Baujahr 2003 gelingt es Peugeot, die Kinderkrankheiten des 206 zu kurieren. Auch der ADAC attestiert kleinen Franzosen ab diesem Jahrgang eine deutlich verbesserte Pannensicherheit.

Ab 1998 war der 206 zunächst als Drei- und Fünftürer in der Basisvariante mit Schrägheck erhältlich. Später kamen ein Kombi, ein Coupé-Cabrio mit Stahlfaltdach sowie ein Stufenheck für Osteuropa und den Mittelmeerraum hinzu. 2003 bekam der 206 neue Scheinwerfer und Stoßfänger in Wagenfarbe. Seit April 2009 ist die aktuelle Generation 206+ auf dem Markt.

Großes Plus für die Motorenvielfalt

Recht groß ist die Auswahl an Motoren. Je nach Baujahr, Generation und Modellversion stehen insgesamt 13 Varianten zur Verfügung. Die Benziner leisten zwischen 60 PS und 177 PS, wobei der größte Motor nicht in Kombi und Coupé eingebaut wurde. Bei den Dieseln reicht die Leistungsspanne von 68 PS bis 109 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist das Angebot für einen Kleinwagen eines ausländischen Herstellers recht üppig. Ein 206 110 JBL von 2007 mit 109 PS kostet laut Schwacke-Liste rund 7550 Euro, ein 206 HDi eco 70 Tendance mit 68 PS von 2009 noch rund 8450 Euro. Für ein Diesel-Exemplar des Kombis 206 SW HDi 110 Tendance mit 109 PS von 2006 sind noch rund 7100 Euro fällig.

rom/dpa

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/0 ... 77,00.html

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