Radnarbengewinde kaputt

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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Unseltier
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Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von Unseltier » Di 26.10.10 21:33

Hallo,

hier mein Problem:

Ich war Ende September 2010 in der Peugeot Werkstatt, um dort meine Bremsklötze und Bremsscheiben wechseln zu lassen.
Kurz nachdem ich mein Auto dort abgegeben habe bekam ich einen Anruf, dass die gewünschten Teile nicht eingebaut werden können, da am rechten Rad vorne zwei Schraubgewinde kaputt seien und das Rad somit keinen halt mehr hat.

Kurz darauf bekam ich also einen Leihwagen (kostenfrei, musste nicht mal nachtanken) -Samstagstermin- und am Montag hatte der Werkstattmeister entschieden, dass die Herren es erstmal versuchen wollen die Gewinde nachzuschneiden, bevor ich richtig viel Geld für neue Teile ausgeben muss. Gesagt getan. Kosten für mich 35 Euro.

Heute allerdings (einen Monat später) war ich zum Winterreifen wechseln und große Überraschung 3 Schrauben waren in Ordnung und ließen sich auch gut fest ziehen. (eine darunter auch von den nachgeschnittenen). Leider eine Schraube war nicht mehr richtig fest, das wurde schon direkt beim Rad los schrauben bemerkt und wieder ist das Gewinde der Schraube hin.

Kann mir wer helfen, was ich nun tun kann?
Werde morgen früh zwar die Werkstatt direkt kontaktieren, jedoch muss ich sagen, dass ich nicht wirklich viel Ahnung von Autos habe und die mir da wirklich alles erzählen können.

Und kann mir wer erklären, wie das sein kann, das so etwas kaputt geht?
Das Auto ist gerade mal 3 Jahre alt.

Vielen Dank

P.S. ich hoffe ich habe alles verständlich erklärt...

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205_JETI
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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von 205_JETI » Di 26.10.10 21:46

Hi,
erklärungen gibts es verschieden dafür, dass so ein Gewinde kaputt geht, aber wenn du selber nie die Räder rauf und runter gemacht hast sondern immer nur deine Peugeot Werkstatt, dann ist das eigentlich schon ne Schweinerei. Weil:

Die GEwinde gehen kaputt durch:

1.) Schrauben schief angesetzt (fast unwahrscheinlich)

2.) Schrauben mit dem neuen "1500 Nm Schlagschrauber, mal sehen was der kann" angezogen (sehr wahrscheinlich)

3.) Falsche Radschrauben reingedreht, die ein anderes Gewinde haben (auch unwahrscheinlich in ner PUG Werkstatt)

Aber wenn deine Räder woanders drauf oder runter gemacht werden, dann kann der Fehler auch da passiert sein.

Beweisen lässt sich da eh nix, kommst um ne neue Radnabe wohl nicht herum.


Könnte aber ein paar Euro kosten, weil die muss aus dem radlager gepresst werden, wobei in der Regel das Radlager kaputt geht (und neu muss). Zum Ein und Auspressen muss der ganze Achsschenkel ausgebaut werden.


Wenn du nur in der Pug-Werkstatt warst, dann könntest du eventuell auf Kulanz hoffen, glaube aber eher nicht.

Gruß
Alex
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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von Aron » Di 26.10.10 22:05

205_JETI hat geschrieben: Könnte aber ein paar Euro kosten, weil die muss aus dem radlager gepresst werden, wobei in der Regel das Radlager kaputt geht (und neu muss). Zum Ein und Auspressen muss der ganze Achsschenkel ausgebaut werden.
Moin,

mal von Originalpreisen gesehen Radlager 150€, Radnabe 100€, wobei das Radlager da mit gewechselt wird, selbst wenns heil bleibt hat man schnell nen Folgeschaden und der Spaß des Wechselns geht von vorn los. Also wenns OEM Teile sein sollen würde ich gleich den kompletten Achsschenkel nehmen, der beinhaltet Lager und Nabe und kostet im Vergleich zu dem Einzelkrempel "nur" 215€ und der Arbeitsaufwand ist imens geringer, also man spart fast 50€ Arbeitszeit zum Ausbau des Radlagers/der Radnabe.

Zu rekonstruieren geht hier nix mehr, einfach Pech gehabt.

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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von obelix » Mi 27.10.10 00:19

Aron hat geschrieben:
205_JETI hat geschrieben: Könnte aber ein paar Euro kosten, weil die muss aus dem radlager gepresst werden, wobei in der Regel das Radlager kaputt geht (und neu muss). Zum Ein und Auspressen muss der ganze Achsschenkel ausgebaut werden.
Moin,

mal von Originalpreisen gesehen Radlager 150€, Radnabe 100€, wobei das Radlager da mit gewechselt wird, selbst wenns heil bleibt hat man schnell nen Folgeschaden und der Spaß des Wechselns geht von vorn los. Also wenns OEM Teile sein sollen würde ich gleich den kompletten Achsschenkel nehmen, der beinhaltet Lager und Nabe und kostet im Vergleich zu dem Einzelkrempel "nur" 215€ und der Arbeitsaufwand ist imens geringer, also man spart fast 50€ Arbeitszeit zum Ausbau des Radlagers/der Radnabe.

Zu rekonstruieren geht hier nix mehr, einfach Pech gehabt.
achsvermessung ned vergessen:-)

gruss

obelix
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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von 205_JETI » Mi 27.10.10 06:55

korrekt....
http://www.eifeldevils.de der Autoclub aus Erftstadt und Mechernich

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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von Unseltier » Mi 27.10.10 07:46

Danke für eure Antworten und Hilfe, dann werde ich gleich mal schauen was die Herren von Peugeot mir gleich sagen und was die mir für ein Angebot machen. :(

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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von Aron » Mi 27.10.10 17:06

obelix hat geschrieben: achsvermessung ned vergessen:-)
Würd ich nicht zwangsweise machen, da ja der Sturz eh mit ner Passung vorgegeben ist, sprich solange der alte Achsschenkel keinen Drücker hat, welcher mit ner vorherigen Achsvermessung korrigiert wurde sollte der neue die gleichen Abmaße haben. Bei Querlenkern usw habe ich auch nie ne Vermessung gemacht, wozu, wenn alles beim alten bleibt ausser das das neue Teil glänzt. :cool:

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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von obelix » Mi 27.10.10 17:40

Aron hat geschrieben:
obelix hat geschrieben: achsvermessung ned vergessen:-)
Würd ich nicht zwangsweise machen, da ja der Sturz eh mit ner Passung vorgegeben ist, sprich solange der alte Achsschenkel keinen Drücker hat, welcher mit ner vorherigen Achsvermessung korrigiert wurde sollte der neue die gleichen Abmaße haben. Bei Querlenkern usw habe ich auch nie ne Vermessung gemacht, wozu, wenn alles beim alten bleibt ausser das das neue Teil glänzt. :cool:
naja - das ist mehr oder weniger im trüben gefischt.
sobald du an der achse was austauschst solltest du die geometrie rüfen.
letztendlich addierst du durch den zusammenbau verschiedener teile deren toleranzen.
da kommen rasch ein paar mm zusammen.
ich habs bislang noch nie erlebt, dass es nachher so war wie vorher. und spätestens wenn der reifen falsch abläuft ärgert es dich:-)

gruss

obelix
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Re: Radnarbengewinde kaputt

Beitrag von Aron » Mi 27.10.10 21:42

obelix hat geschrieben: sobald du an der achse was austauschst solltest du die geometrie rüfen.
letztendlich addierst du durch den zusammenbau verschiedener teile deren toleranzen.
da kommen rasch ein paar mm zusammen.
ich habs bislang noch nie erlebt, dass es nachher so war wie vorher. und spätestens wenn der reifen falsch abläuft ärgert es dich:-)
Irgendwo hast Du recht, jedoch sind die Tolleranzen da eher gering.

Beispiel gefälligst? Mein 307 und auch der meines Vaters hat rechts einen leichten Negativsturz, links positiv, alles weit unter der Franzosentolleranz. Das ganze hat zur Folge das sich das Lenkrad beim loslassen nach links zieht, Fehlersiche erfolglos, Stoßdämpfer, Federbeinlager oben und Querlenker brachten absolut keine Änderung, Reifen fahren sich entsprechend minimal ab, ich denke da z.B. an die großzügigen französischen Fertigungstolleranzen der Karossen.

Anderes Beispiel, papps 307 bekommt hinten 10min Nachspur, Peugeot hatte beim Spurstangenkopfwechsel 20min eingestellt, Reifen fuhren sich innen extrem stark ab, jetzt wurden beim freien :D 10min eingestellt, mal sehen was bei raus kommt. Die Umdrehungszahl an der Spurstange war beachtlich, wenn ich so nur auf einer Seite verstelle, also 5min hat man schon eine deutliche Schiefstellung des Lenkrads.

Mein Fazit wenn man nur was an einer Seite macht und das Lenkrad steht bei Geradeausfahrt gerade ist alles im grünen Bereich, weicht hier Sturz, Nachlauf oder sonstewas ab kann man das eh nicht einstellen bzw merkt man das an der Lenkradstellung. Das nächste ist wenn mans einstellen lässt wird wegen Lenkradflatterproblem und solchen Späßen evt zu viel Nachspur eingestellt, was Kraftstoff, Reifen und mehr Kosten mit Nacheinstellung mit sich zieht.

Also mein Grundsatz bei einer Seite, stehts Lenkrad gerade und man ist mit seinem Reifenabfahrbild zufrieden ist das Ergebniss wie vorher zu erwarten, da selbst Abweichungen in der Mitte der Tolleranz schon am Geradeauslauf zu merken sind.

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